Ein sehr turbulentes Jahr geht zu Ende: Neue Freundschaften und Bekanntschaften wurden geschlossen, andere Freundschaften (für meinen Geschmack zu viele) wurden beendet.

Wie heißt es so schön? „Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei.“ Manchmal trifft das auch auf Freundschaften zu.

Die schwerste aber gleichzeitig beste Lektion die ich dieses Jahr lernen durfte war, dass man sich nur mit Dingen und Menschen umgeben sollte die einem gut tun. 

Leider haben sich ein paar meiner Freunde und ich uns aus diversen Gründen in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Ich habe bei der einen oder anderen schon längere Zeit ein großes Unverständnis zu meheren Aspekten meines Lebens wahrgenommen und habe schlussendlich meine Konsequenz daraus gezogen.

Menschen ändern sich nicht einfach und das ist auch gut so, nur manchmal ändern sich Menschen so sehr, dass man sie nicht wieder erkennt, obwohl man diesen Menschen schon seit vielen Jahren kennt.

Diese Zeilen werden vor allem den Betroffenen nicht schmecken, aber wenn ihr das lest möchte ich mich für die bisherige Zeit mit euch bedanken, vielleicht treffen wir uns in ein paar Jahren wieder und können einander mehr Verständnis entgegenbringen.

Dieses Jahr hielt viele Überraschungen für mich bereit, unter anderem auch, dass ganz liebe Menschen aus meiner Vergangenheit wieder in mein Leben getreten sind (meine Cousine, meine Cousine 2.ten Grades, eine meiner ältestens Freundinnen), was mich wirklich glücklich macht.

Ein langjähriger Job in Führungsposition wurde meinerseits gekündigt, da mein Ehrgeiz und mein Engagement ausgenutzt wurden. Auch dort haben sich Menschen, von denen ich dachte ich könnte ihnen vertrauen als der Feind entpuppt, was mich ganz ehrlich schwer erschüttert hat.

Ich hatte große Angst davor was danach auf mich zukommt, da ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht viel anderes gekannt hatte und noch nie vor der Situation gestanden bin, nicht zu wissen was als nächstes kommt.

Durch meinen Bruder bin ich auf die Werbebranche gestoßen und wusste zumindest, dass ich dort arbeiten möchte. Das Schicksal meinte es gut mit mir und ich bekam einen Praktikumsplatz in einer Werbefilmproduktion. Von Juni bis dato absolviere ich dort mein Praktikum und durfte eine Menge neue, interessante Menschen kennen lernen. Ich bin für jeden einzelnen dieser großartigen Menschen dankbar.

Familiär ist zum Glück alles beim Alten geblieben, meine Eltern sind meine Eltern, mein Bruder ist in die Karibik ausgewandert (ok, es hat sich schon eine Kleinigkeit getan) und meinen Kätzchen geht’s auch gut.

Das Menschen und somit auch die eigenen Eltern älter werden ist eine Tatsache die manchmal schwer zu begreifen ist, vor allem wenn man, wie ich, immer ein „Papa-Kind“ und er immer dein größter Held war. Jetzt mit 78 treten die ersten Anzeichen von Demenz auf und man muss ihm vieles doppelt und dreifach erzählen.

Ich sehe es in gewisser Weise als Prüfung geduldig zu sein, denn ich würde mir das selbst von meinen Kindern wünschen.

Was mich 2014 erwartet?

ICH HAB‘ KEINE AHNUNG! Vielleicht mache ich mich selbstständig, vielleicht beginne ich ein Kolleg, vielleicht beginne ich wieder mit einer Fixanstellung, es gibt so viele Möglichkeiten und ich möchte mich mit 80 Jahren nicht fragen „Was wäre gewesen wenn….“.